Freitag, 17. November 2017

(Autorenplausch) Max Skrywer: Abyssum

Titel: Abyssum
Autor: Max Skrywer
Originaltitel, 220 Seiten
Euro: 8,98















Auf die Frage – die unweigerliche Bürde des Autors - um was es denn geht, fällt immer die gleiche Antwort, ich nenne das Genre, Science Fantasy, fatal, das ist mein erster Gedanken über dieses erste Buch, diesen ersten Teil, der Anfang eben, der, ganz oberflächlich betrachtet, genau das auch ist, das Setting, etwas weniger oberflächlich betrachtet fängt es doch bereits zu hapern an, denn finden die eigentlich genretypischen „phantastischen“ sowie, wie der Name Science-Fiction denn sagt, „wissenschaftlich-spekulativen“ Elemente, und deren Spielerei damit, nur zwangsläufig Bedeutung in dieser Geschichte, und ganz unoberflächlich betrachtet, im Hinblick auf das bereits existierende darauf folgende, und meine Idee über das noch seiende, die Erzählung in ihrer Gesamtheit, spielt der Begriff Science-Fantasy, kaum bis gar keine Rolle für den eigentlichen Sinn dieses Werkes, zumindest wenn man es aus dem Blickwinkel der heutigen Zeit sieht. Um nun das ganze etwas weniger vertrackt zu erklären, muss ich einen Radschlag in die Vergangenheit machen.

Bekanntermaßen hat die Fantasy ihren Ursprung in den Mythen und Epen, auch, so mag mancher behaupten, lägen die Wurzeln der Science-Fiction in einer jener, dem Gilgamesch Epos, darüber mag man streiten, aber ein netter und interessanter Gedanke ist es allemal. Jene Mythen und Epen haben vielerlei Funktion, auf eine doch, möchte ich im ganz besonderen eingehen, nämlich die Weltendeutung und Weltenanschauung, jener poetischen gar naiven, unschuldig romantisierenden Weise sich mit der Welt und den Aspekten des Lebens zu befassen bzw. zu ergründen. Dem wohnt ein ganz eigener Charme inne. Und jene Art, finde ich, ist ein schöner Beweis dafür, dass das Simple alles andere als banal sein kann. Und das ist der eigentliche Sinn dieses Werkes, „um was geht“, das will ich einfangen und wiedergeben, die Themen des Lebens an sich – natürlich nicht alle, das wäre mir unmöglich, vor allem auf so wenigen Seiten, aber ich möchte es ja auch simpel halten – also zumindest jene die meinem Empfinden nach das Leben am stärksten prägen, allem voran die Sterblichkeit, Moral, und Daseinsberechtigung eines Menschen, und so auf diese unschuldig romantisierende Art und Weise zu verpacken, und in einem Kreis zu schließen. Auch eine Spielerei. Wenn es auch noch so kitschig klingen mag, es ist ein gewisser Charme, den ich lieb gewonnen habe. Und Ich sage habe, weil, das muss ich gestehen, der Ursprung dieser Geschichte nicht der gleiche ist wie der, weshalb ich Autor wurde. Tatsächlich hatte ich zu Beginn dieser Laufbahn kein außerordentliches Interesse an Fantasy, aber wie gesagt, und warum nicht da beginnen, wo die Dinge eben ihren Anfang nahmen, meine ganz eigene verschrobene Form der Romantik. Aber um den Leser dorthin zu führen, kommt erst einmal dieser erste Teil, das - auch auf die Gefahr hin, mein Buch nun selbst etwas abzuwerten - Oberflächliche, das Moderne, das Schnelle.

Gleichso war mein erster Gedanke über diesen Autorenplausch auch „Science-Fantasy“, quasi meinen zugegebenermaßen etwas klassisch kitschigen Klappentext auf Amazon hier zu benutzten bzw. zum Exposé aufzublähen. Verweisen kann ich ja dennoch auf ihn, aber ich dachte mir, wenn sich schon die Chance bietet, warum dann nicht einfach Mal das tun, was in einem Klappentext eher schlecht möglich ist, Autorenplausch eben. Der Autor plauscht.


Seit nunmehr dreihundertvierzehn Jahren ruht auf dem Thron Mihtras der Gottkönig als Sinnbild des ewigen Friedens. Doch wann mag Frieden schon ewig währen, vor allem nun, da der Gottkönig zu nichts als einem verrotteten Haufen Fleisch verkommen ist und seine letzten Überreste in Stille dahinvegetieren, mag auch jenes Sinnbild mehr und mehr verblassen, und Unruhe das zwiegespaltene Volk befallen. Während auf der einen Seite die Gläubigen des Abyssantentums in der Ethresie die Korruption der Menschheit sehen, so wie es auch einst in der Historie ihres Glaubensgutes geschah und in den Dogmen geschrieben steht, und nun im Namen ihres Gottes ihr eigen Urteil mit fließend Blut verkünden, setzt auf der anderen Seite das mittlerweile ebenso zum Kult entartete Politikarium Mihtras alles daran, die Wiederauferkeimung jenes Fanatismus zu unterbinden um die einst aufgebürdete Ideologie mit aller Kraft und allen Mitteln am Leben zu erhalten, und einen Bürgerkrieg der Selbstjustiz zu verhindern. Doch droht auch aus den eigenen Reihen Unmut und Verrat.

Mittwoch, 15. November 2017

(DVD) Zarah - Wilde Jahre (Staffel 1)

Titel: Zarah - Wilde Jahre (Staffel 1)
Darsteller: Claudia Eisinger, Uwe Preuss, Torben Liebrecht, Jörn Hentschel, Ole Puppe
Regisseur(e): Richard Huber
Sprachen: Deutsch
Euro: je nach Anbieter
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2017
Produktionsjahr: 2017
Spieldauer: 270 Minuten (2 DVDs)
FSK: 12
Come in: Agentur








 Klappentext
1973. Als die bekannte Frauenrechtlerin Zarah Wolf das Angebot des renommierten Verlegers Frederik Olsen bekommt, Mitglied der Redaktion seiner auflagenstarken Illustrierten "Relevant" zu werden, sieht die engagierte Journalistin die Gelegenheit gekommen, das Thema der Emanzipation machtvoll voranzutreiben und kehrt von London nach Hamburg zurück. Schnell muss Zarah erkennen, dass der Widerstand der Männerkaste - von alltäglichen Macho-Allüren über blanke Ignoranz bis zur konsequenten Besitzstandswahrung - unüberwindlich scheint. Zarahs Themen sind bedeutsam, für die meisten männlichen Kollegen jedoch nur "Gedöns": der Kampf gegen den § 218, der Abtreibung mit Zuchthaus sanktioniert, gegen einen virulenten, alltäglichen Sexismus, gegen eheliche Gewalt an Frauen, die meist straffrei bleibt, und für Gleichberechtigung auf allen Ebenen.
Um sich gegen Olsen, Chefredakteur Hans-Peter Kerckow, den konservativen Politikchef Schaffelgerber, den mit hohem Testosteronspiegel ausgestatteten Kulturredakteur Hartwig oder den cholerischen Chefgrafiker Balkow durchzusetzen, geht Zarah riskante Wege und lässt sich bald auf einen Machtkampf um die Führung der Redaktion ein. Dass Verlegertochter Jenny, die ihr Olsen als Volontärin zuordnet, sich in Zarah verliebt, macht die Sache nur noch komplizierter. Und Zarah muss sich klar darüber werden, was sie für ihre Karriere und ihre politischen Ziele bereit ist zu opfern...

Montag, 13. November 2017

Die neun Prinzen von Amber - Roger Zelazny

Titel: Die neun Prinzen von Amber
Autorin: Roger Zelazny
Originaltitel: Chronicles of Amber 1
Verlag: Klett-Cotta
ISBN: 978-3608981278
Euro: 12,00
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2017
Seiten: 268
Serie: Die Chroniken von Amber 01
Come in: Vom Verlag






Inhalt

Corwin erwacht nach einem Unfall im Krankenhaus und kann sich an nichts erinnern. Schnell wird ihm jedoch klar, dass er mehr in sein Gedächtnis zurückholen muss, als zunächst angenommen - und das so schnell wie möglich, denn sein Leben ist in Gefahr.
Er flieht zu seiner Schwester, wo ihm ein geheimnisvolles Kartenspiel in die Hände fällt, in dem die einzeln dargestellten Prinzen keine Unbekannten sind und er alle namentlich benennen kann. Auch er selbst ist darunter. Denn er stammt nicht von der Erde, sondern aus Amber, in der die Königsfamilie sich nicht wohlgesonnen ist. Zum einen ist der gemeinsame Vater Oberon spurlos verschwunden und zum anderen hat sich Corwins Bruder Eric eigenmächtig zu dessen Nachfolger ausrufen und krönen lassen. Dabei ist die Thronfolge alles andere als geklärt.
Corwin setzt fortan alles daran, nach Amber zurückzugelangen und seinen Bruder vom Thron zu stoßen.